Friedhof

Auf unserem Friedhof, der rund um die Kirche angelegt wurde, können wir einige alte und interessante Grabsteine entdecken. Da steht, gleich am Haupteingang ein Obelisk und auf der Nordseite ein Engel, der Blumen über die Gräber streut und einen Palmenzweig in der Hand hält. Auf den Grabsteinen finden sich eine ganze Reihe von Zeichen und Symbolen.
Zuerst natürlich der Name: mit ihm sind wir ins Leben gerufen, andere haben ihn uns gegeben. Dann natürlich das Geburts- und Sterbejahr: Zeichen für ein erfülltes Leben oder einen zu frühen Tod.

Das Kreuz kommt in ganz unterschiedlichen Formen auf fast allen Grabsteinen vor, es ist das Zeichen für das Leiden und Sterben Jesu.
Auf einigen alten Grabsteinen, z. B. bei Pfarrer Mundle, sehen wir Jesus, so wie man ihn sich  um die Jahrhundertwende vorgestellt hat.
Ein Relief auf einem anderen Grabstein zeigt uns Jesus in Gethsemane, im Hintergrund die Stadt Jerusalem und die Jünger, die eingeschlafen sind.

Die Symbole Weinstock, Reben und Ähren (Getreide) erinnern an die Worte Jesu aus dem Johannesevangelium: Joh 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Und Joh 12, 24 Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
Die Rose mit ihren Dornen ist ein Sinnbild für das vergossene Blut Christi und der Märtyrer.
Der Bibelvers aus Psalm 31 mag uns zeigen: hier ist Gott gegenwärtig mit seinem Wort.

Einige Grabsteine weisen uns auf die Berufe hin, die meist über Generationen hinweg in den Familien ausgeübt wurden und werden. Der Pflug und die Ähren auf den Beruf des Landwirts, Reißwerkzeug, Winkel und Hobel auf den des Schreiners.
Der Engel, der Blumen über die Gräber streut und einen Palmenzweig in der Hand hält – er verkörpert die Gegenwart Gottes und sagt: „Hier ist Gott der Herr, nicht der Tod.